Vermeidbare Niederlage in Cappeln

Am Sonntagvormittag trat die 1. Damen der Spielgemeinschaft SV Ofenerdiek / TuS Ofen (SGO) in der Volleyball Verbandsliga an und verlor 1:3 in Sätzen. Nach dem Sieg über Salzbergen in der letzten Woche hatte sich die Mannschaft viel vorgenommen, konnte aber ihren Tatendrang nicht in einen zählbaren Erfolg ummünzen; obwohl die Chance gegeben war.

Vor ca. 60 Zuschauern in der Sporthalle in Cappeln (Landkreis Cloppenburg) entwickelte sich zunächst ein interessantes und spannendes Spiel, bei dem die SGO zunächst im Vorteil war und lange Zeit führte. Cappeln wusste in dieser starken Phase wenig Antworten und lag bis kurz vor Satzende zurück. Die entscheidende Szene bei Stande von 24:22 für die SGO war allerdings dem Schiedsgericht aus Lingen geschuldet, das einen klaren Fehler von Cappeln übersah. Statt Satzgewinn für die SGO ging der Punkt an Cappeln, das diesen Vorteil in einen Sieg verwandelte (25:27).

„Das Schiedsgericht hatte die Partie immer gut im Griff, umso mehr hat es uns verärgert, dass diese Szene übersehen worden war.“ sagte Trainer Lars Onasch. „Ich bin mir sicher, dass das gesamte Spiel einen anderen Verlauf genommen hätte, wäre dieser erste Satz an uns gegangen. Allerdings hätten wir auch schon viel früher diesen Satz für uns entscheiden können oder sogar müssen“.

Der Frust des Satzverlustes saß tief bei der SGO und so ging der zweite Satz ohne viel Gegenwehr ebenfalls an Cappeln. In nur 16 Minuten unterlag man deutlich mit 12:25. Nach einigen Umstellungen auf Seiten der SGO ging es in den dritten Satz, in dem sich die Spielerinnen der Spielgemeinschaft gegen die drohende Niederlage stemmten und diesen Satz mit 25:12 für sich entscheiden konnten.

Auch im vierten Satz war die SGO zunächst in Front und es entwickelte sich ein spannender Satz mit wechselnden Führungen. Offenbar glaubten die Spielerinnen um Mannschaftsführerin Franziska Selke an die Wende und wehrten sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. Beim Stande von 9:12 war der Widerstand allerdings gebrochen und danach hatte Cappeln wenig Mühe seine Führung auszubauen und schließlich mit 25:13 den letzten Satz zu gewinnen.

Nach anschließender Analyse des Spiels erhielten zwar fast alle Spielerinnen Bestnoten im Angriff, vor allem auch Maike Wagner auf der Mittelblock Position machte ein gutes Spiel. Umso mehr schmerzt die Niederlage, dessen Gründe in der Abwehr und Annahme zu suchen sind. Zu träge erschien das Verhalten in der zweiten Reihe und sorgte immer wieder für leichte Punkte für Cappeln.

Am nächsten Wochenende (1.12.2018 – ab 15:00 Uhr) steht in Ofen das nächste Heimspiel an; erwartet werden Wildeshausen und der aktuelle Tabellenerste Emlichheim.