Ausgeglichene Ofener Basketballer dominieren den Tabellenzweiten

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Am Samstag kam es zum langen erwarteten Kreisliga-Duell des Tabellendritten TuS Ofen gegen den Tabellenzweiten TV Delmenhorst III. Das Hinspiel in Delmenhorst war lange von den Ofen 49ers kontrolliert worden, bevor einige Unkonzentriertheiten dazu führten, dass das Spiel knapp mit vier Punkten Unterschied verloren ging. Die Erfahrung, eine klare Führung verspielt zu haben, prägte die Vorbereitung auf das Rückspiel in heimischer Halle am Rudolf-Kinau-Weg. Die Bedeutung dieses Spiels für das Erreichen des Saisonziels war allen Spielern bewusste und auch das Publikum spürte das Knistern in der Halle.

Das Team um Trainer Hendrik Heißelmann startetet von Beginn an hochkonzentriert und forcierte beim Tabellenzweiten aus Delmenhorst bereits nach dem ersten Angriff eine Auszeit. Offenbar hatten die Gäste mit einer anderen Spielweise der Ofener gerechnet und Trainer Frerichs bat seine Spieler zum Gespräch. Im anschließenden Angriff übernahmen die Ofen 49ers durch einen Korb von Janneck Stöwer, der wieder in die Starting Five zurückgekehrt war, die Führung. DIese sollten sie den Rest des Abends auch nicht mehr hergeben.

Mit ihrer konzentrierten und agilen Verteidigung machten die Gastgeber von Beginn an viel Druck auf die gegnerischen Spieler. Sie erlaubten so nur schwierige Würfe, welche die Gäste aus Delmenhorst nicht hochprozentig verwandeln konnten. Darüber hinaus kontrollierten die „Langen“ unter den Körben die Rebounds und ließen keine zweiten Wurfchancen zu. Offensiv konnte Leo Höning im ersten Viertel wiederholt nach Offensivrebounds punkten bevor er und Paul Nachtigal mit zwei Dreiern das komfortable 19:8 zum Viertelende herstellten.

Aus der Erfahrung des Hinspiels war den Ofener Spielen und auch allen Fans klar, dass ein gutes erstes Viertel heute nicht reichen würde, um die starken Delmenhorster zu besiegen. Folglich packten die Gastgeber in der Defense weiter ordentlich zu und kamen dadurch ein ums andere Mal zu hochprozentigen Abschlüssen im Fast Break. Bereits im ersten Angriff des Viertels brach Point Guard Michael Schwarz durch und punktete per Korbleger mit Foul – auch den anschließenden Freiwurf verwandelte er sicher.

Während die Gäste sich in der Offensive weitgehend auf die Qualitäten ihrer Topscorer Lucas Perl und Philip Julius Mestinsek verließen, lag der Schlüssel zu Erfolg auf der anderen Seite in der Ausgeglichenheit des Ofener Kaders. Die schnellen Guards der 49er kamen immer wieder zu Fast Break Chancen und wenn es ins Set-Play ging, konnten die „Big Men“ um Alex Müer und Jelto Swalve unterm Korb für Punkte sorgen. Dennoch gestaltete sich das zweite Viertel – vor allem dank einiger Nachlässigkeiten im Abschluss – recht ausgeglichen und es stand lediglich eine 13-Punkte-Führung auf der Anzeigetafel als es in die Kabine ging (35:22).

In der Pause betonte Trainer Heißelmann nochmals, was alle Spieler sowieso verinnerlicht hatten: Auf der Führung könne man sich nicht ausruhen und es sei weiter volle Konzentration und gute Kommunikation in der Verteidigung gefordert.

Angetrieben von den etwa 40 Zuschauern in heimischer Halle starteten die Ofen 49ers mit einem schnellen 6:0 Lauf in die zweite Halbzeit und bauten die Führung auf 19 Punkte aus. Dabei schienen die gelegentlichen Umstellungen im Verteilungskonzept immer wieder Schwierigkeiten für die Delmenhorster Offensive zu verursachen.

Durch eine Verletzung von Manuel Zwickler zur Halbzeit und die Foul-Belastung von Daniel Hirsch, waren die anderen Ofener Guards gefordert, diese Lücken zu füllen. Mit gutem Einsatz und Agilität gelang das auch und besonders Chris Köhler absolvierte bei seinem vierten Einsatz im 49ers-Trikot eine starke Partie, die er als Topscorer mit 17 Punkten beendete. Durch die Kombination aus Schnellangriffen und gutem Passspiel lief die Offensive der Gastgeber weiter wie eine gute geölte Maschine und konsequenter Weise wuchs ihre Führung vor dem Schlussviertel auf 30 Punkte an.

Kaum anders gestaltete sich das vierte Viertel, in dem den Spielern aus Delmenhorst nun auch erste Ermüdungserscheinungen und ein wenig Frust anzumerken war. Man hatte sich wohl mehr von der Fahrt zum westlichen Nachbarn erhofft.

Die Ofener konnte durch ihren ausgeglichen besetzten Kader weiter das Tempo und den Druck in der Verteidigung hoch halten. Weitere Fast Breaks führten zu Punkten durch Chris Köhler und Janneck Stöwer. Auch die „Big Men“ spielten immer wieder den Extra-Pass auf den freien Mitspieler und konnte die gelegentlich ungewöhnlich agierende Zonenverteidigung der Delmenhorster am Ende ein ums andere Mal ausspielen. Schließlich besiegelte Center Gregor Schweitzer mit seinem Korbleger zum 78:40 den Endstand. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang den Ofen 49ers nicht nur die Revanche für die bittere Niederlage im Hinspiel brachte, sondern sie konnten sich auch den Vorteil im direkten Vergleich mit dem Tabellennachbarn sichern.

„Nachdem Spiel ist vor dem Spiel“ – diese Weisheit gilt nicht nur auf dem Rasen, sondern auch in der Halle. Schon am kommenden Wochenende müssen die Basketballer des TuS Ofen nochmals eine Schüppe drauflegen, wenn sie beim aktuellen Tabellenführer TuRa 76 Oldenburg zu Gast sind. Hier wird es zu einer Vorentscheidung kommen, ob die Ofener Basketballer noch eine Chance darauf haben, am Ende der Saison ganz oben an der Tabelle der Kreisliga Ost zu stehen. Trotz TuRa‘s beeindruckender Bilanz von 10 Siegen bei nur einer Niederlage, gehen die 49ers nach den starken Leitungen der vergangenen Spiele keineswegs chancenlos in dieses Duell.

Bericht: Hendrik Heißelmann

 

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