Aufstiegstraum geplatzt!

Noch Minuten nach dem Abpfiff war es still auf dem Sportgelände des TUS Ofen. Das Team um unsere Coaches Prawatke und Appeldorn hat den Aufstieg verpasst. Nach der gestrigen 1:2 Niederlage gegen den TuS Vorwärts Augustfehn ist die Meisterschaft und damit der Aufstieg verspielt.

Und das alles obwohl das Team TUSO1 eine beispiellose Statistik aufweisen kann. Am Ende hat man aber dennoch nichts mehr mit der Meisterschaft zu tun. Auch wenn noch ein Spiel zu absolvieren ist kann man den Konkurrenten aus Ekern und Augsutfehn nicht mehr gefährlich werden.

„Wir wollen nicht nach Ausreden suchen. Am Ende dieser Saison werden wir das selbst gesteckte Ziel nicht erreichen. Die Frage nach dem “Warum“ ist nicht in einem Satz zu erklären bzw. zu analysieren. Sicherlich spielte uns der Coronabedingte Spielmodus nicht in die Karten. Im Moment möchten wir dazu auch gar nicht mehr sagen. Denn auch wir sind natürlich enttäuscht und werden, genau wie unsere Jungs, etwas brauchen um die Situation zu verarbeiten.“, so die sichtlich mitgenommenen Coaches Jens und Dennis.

Wir verstehen das natürlich und wollen trotzdem versuchen die Aussage unseres Trainerteams etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die nackten Zahlen lassen das verpasste Ziel nämlich nicht vermuten. Nachdem Jens und Dennis die Mannschaft übernommen haben ging es ständig bergauf. So hat man es geschafft, in über 2,5 Jahren Ligabetrieb neben zwei Niederlagen und zwei Unentschieden alle Spiele zu gewinnen. Die erste Saison in der das Trainerteam gemeinsam die Fähden in die Hand genommen hat (2019 / 2020) wurde Coronabedingt abgebrochen. In der Saison 2020 / 2021 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen und unser TUSO1 startete eine grandioses Serie. Man gewann alle Spiele und führte unangefochten die Tabelle an. Jedoch wurde die Saison aufgrund weiterer Lockdowns immer wieder unterbrochen und am Ende annulliert. Der erste Tabellenplatz führte also zu keiner Meisterschaft. Die Mannschaft mit ihren beiden Coaches ließ sich jedoch nicht beirren. Immer wenn die pandemiebedingten Auflagen es zuließen war das Team auf dem Platz um zu trainieren.

So ging es dann in die aktuelle Saison 2021 / 2022. Eine Saison mit einem Spielmodus den es vorher so nicht gegeben hatte. Der Fussballkreis Jade-Weser-Hunte einigte sich auf einen neuen Modus. Die Hinserie wurde als sogenannte Qualifizierungsrunde gespielt. Hier trumpfte unsere Erste von Spieltag zu Spieltag auf. Am Ende konnten 11 der 13 Spiele gewonnen werden. Man musste nur eine Niederlage hinnehmen und spielte einmal Unentschieden. Das bedeutete Platz 1 und berechtigte zur sogenannten Aufstiegsrunde (früher Rückrunde). Hier spielten dann die Mannschaften von Platz 1 bis Platz 7 im Modus Jeder gegen Jeden (ohne Rückspiel) den Meister und damit den direkten Aufsteiger aus.

Im Gegensatz zu höheren Ligen wurden jedoch alle Punkte und das Torverhältnis genullt. Somit waren die Erfolge der Qualifizierungsrunde Geschichte und hatten keinen Einfluss auf das weitere Geschehen.

Und genau dieser Modus hat nun dafür gesorgt, dass unser TUSO1 am Ende leer ausgehen wird.

Geplagt von insgesamt acht schweren Verletzungen konnte das Team seine Serie in der Aufstiegsrunde nicht halten. Auch wenn sicherlich alles gegeben wurde hat es am Ende nicht gereicht.

Das Paradoxe daran:
In der letzten Spielzeit wurde unserem TUSO1 die Meisterschaft durch das Annullieren der Saison nicht gegönnt und in der aktuellen Spielzeit ist man am neuen Spielmodus gescheitert. Würde man die erreichten Punkte aus Qulifizierungsrunde und der Aufstiegsrunde addieren würde unser TUSO1 wieder von der Tabellenspitze grüssen. Aber so ist es leider nicht.

Die Realität ist, dass die außergewöhnlich erfolgreiche Zeit am Ende nicht gekrönt wird.

Was bleibt ist ein letztes Spiel in dieser Saison. Gegner ist die Zwote aus Westerstede. Ein Spiel in dem es am Ende um nichts mehr geht. Im Anschluss wird unsere Erste den Saisonabschluss im Zuge einer Mannschaftsfahrt feiern. Hoffen wir, dass sich die aktuelle Enttäuschung im Team TUSO1 bis dahin etwas gelegt hat.

Bericht: Jens Prawatke